Auf den Spuren des Heiligen Marinus:

San Marino eröffnet neuen Pilgerweg zwischen Adria und Apennin

Slow Travel, Spiritualität und Naturerlebnis in der ältesten Republik der Welt

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Der neue Cammino del Santo Marino verbindet Landschaft, Legende und die drei Türme von San Marino zu einem Pilgerweg durch Europas älteste Republik

©Fotos: visitsanmarino – Download per Hyperlink oder hier: https://www.primo-pr.com/de/bildarchiv/index.html?dir=san_marino

San Marino, 19. Mai 2026. Die Republik San Marino erweitert ihr touristisches Angebot um ein außergewöhnliches Erlebnis für Wanderer, Kulturreisende und Slow-Travel-Fans: Mit dem neuen „Cammino del Santo Marino“ lädt die älteste Republik der Welt dazu ein, die historischen Spuren ihres Staatsgründers zu entdecken – zu Fuß, entschleunigt und mitten durch eindrucksvolle Landschaften zwischen Adriaküste und Apennin. Der rund 80 Kilometer lange Pilgerweg verbindet Rimini, San Marino, San Leo und Pennabilli in vier Etappen und folgt der Legende eines Mannes, der bis heute die Identität des Landes prägt.

Die Legende des Heiligen Marinus – Ursprung einer Republik

San MarinoDer Überlieferung nach war Marinus ein Steinmetz aus der dalmatinischen Insel Rab, der im 3. Jahrhundert nach Italien kam, um in Rimini zu arbeiten. Als Christ suchte er später Zuflucht auf dem Monte Titano – einen damals abgeschiedenen Felsen hoch über der Ebene. Dort lebte er als Einsiedler, errichtete eine kleine Gebetsstätte und gründete eine Gemeinschaft von Menschen, die sich bewusst von weltlicher Herrschaft löste. Ihm wird der berühmte Satz zugeschrieben: „Ich hinterlasse euch frei von beiden Mächten.“

Dieser Satz – Freiheit sowohl gegenüber dem Kaiser als auch gegenüber dem Papsttum – gilt als geistiger Ursprung der Unabhängigkeit San Marinos und prägt bis heute das Selbstverständnis der Republik. Die Legende erzählt zudem von Heilungen, Begegnungen und dem Aufbau einer ersten Gemeinschaft auf dem Monte Titano: ein Ort, der für Marinus nicht nur Zuflucht, sondern zum Symbol für Freiheit und spirituelle Selbstbestimmung wurde.

Der Weg durch San Marino – ein UNESCO-Erlebnis auf dem Monte Titano

Der Abschnitt durch die Republik San Marino ist das Herzstück des Pilgerwegs und verbindet Natur, Geschichte und Spiritualität auf engstem Raum.

Von der Grenze bei Gualdicciolo führt der Weg zunächst entlang des San-Marino-Tals und beginnt dann den Aufstieg in Richtung Monte Titano. Der Charakter des Weges verändert sich dabei kontinuierlich: von sanften Flusslandschaften über steilere Hänge bis hin zu felsigen Panoramawegen.

Ein besonderer Höhepunkt ist die Passage durch Acquaviva. Hier soll Marinus der Überlieferung nach die ersten Christen getauft haben: an einer Quelle, die als Symbol für Reinigung und Neubeginn gilt.

San MarinoWeiter führt der Weg zur Baldasserona-Klippe, einem der symbolisch bedeutendsten Orte der Route. In einer natürlichen Felsspalte soll sich das erste Rückzugsgebiet des Heiligen befunden haben – ein Ort der Stille, der Meditation und des Rückzugs in die Natur (Sacello del Santo).

Von dort steigt der Weg weiter an Richtung Hauptstadt und erreicht schließlich den Monte Titano selbst, UNESCO-Welterbe seit 2008.

Monte Titano: UNESCO-Landschaft und politische Ikone

Der Aufstieg führt schließlich in das historische Herz San Marinos, das auf 755 Metern Höhe über der Landschaft thront. Hier verdichtet sich die Geschichte der Republik auf engem Raum: mittelalterliche Gassen, Kirchen, Regierungsgebäude und die drei Türme Guaita, Cesta und Montale bilden ein Ensemble, das gleichermaßen Wehrarchitektur, Staatsymbol und Landschaftsmarke ist. Der Weg verläuft entlang des Bergrückens und verbindet die Türme miteinander: ein Panoramaabschnitt, der zu den eindrucksvollsten Momenten der gesamten Route zählt. Der Blick reicht bei klarer Sicht von der Adria bis tief in die Apenninen.

Pilgern im Zeichen von Freiheit

Das Thema Freiheit zieht sich wie ein roter Faden durch den neuen Weg. Schließlich gilt San Marino mit über 1.700 Jahren Unabhängigkeit als älteste Republik der Welt. Der Pilgerweg erzählt nicht nur die Geschichte des Heiligen Marinus, sondern auch die Entstehung einer Gemeinschaft, die bis heute für Autonomie und Selbstverwaltung steht.

Die Route ist vollständig ausgeschildert und sowohl für erfahrene Wanderer als auch für kulturinteressierte Genusswanderer geeignet. Entlang des Weges finden sich Einkehrmöglichkeiten, kleine Unterkünfte sowie zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten. Pilger können zudem einen offiziellen Pilgerausweis nutzen und unterwegs Stempel sammeln.

Slow Travel als Zukunft des Reisens

Mit dem „Cammino del Santo Marino“ positioniert sich San Marino im wachsenden Segment des entschleunigten Reisens. Im Mittelpunkt stehen nicht Geschwindigkeit oder Distanz, sondern Wahrnehmung: Landschaft als Erfahrungsraum, Geschichte als Bewegung, Kultur als Wegstrecke. Die Verbindung aus Natur, Spiritualität, regionaler Kulinarik und politischer Geschichte macht die Route zu einem typischen Beispiel für zeitgenössischen Kulturtourismus in Europa – reduziert, verdichtet und erzählerisch aufgeladen.

Über das San Marino Tourism Board

Das San Marino Tourism Board fördert San Marino als Reiseziel und bietet Touristikunternehmen sowie Urlaubern eine breite Palette an Angeboten, die die Besonderheiten der Republik hervorheben: San Marino als UNESCO-Welterbestätte, seine jahrhundertealten Traditionen, seine regionalen Spezialitäten, Outdoor-Aktivitäten und Shopping-Erlebnisse. Zudem bewirbt das Tourism Board einen abwechslungsreichen Veranstaltungskalender und nimmt an den wichtigsten Tourismusmessen teil. Es steht allen Reisenden beratend zur Seite, die die älteste Republik der Welt entdecken möchten.

Anreise nach San Marino

San Marino ist gut von Deutschland aus zu erreichen. Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Rimini und San Marino „Federico Fellini“ (RMI). Alternativ kann man über den Flughafen Bologna „Guglielmo Marconi“ (BLQ) anreisen. Mit dem Zug können Reisende nach Rimini fahren, von wo aus regelmäßig Busse nach San Marino verkehren. Autofahrer erreichen San Marino über die Autobahn A14 Bologna – Ancona.

Weitere Informationen unter www.visitsanmarino.com
Pressefactsheet hier

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